Baumdemo in Lippe

Auch Aktive von Lippe for Future haben an der Baumdemo Anfang bis Mitte Juni teilgenommen. Hier ein paar Bäume, die mitdemonstriert haben

Lippe for Future lädt ein

Fridays 4 Future Demo Detmold

29.11. 13:30

Hasselter Platz

Wir laden herzlich zur nächsten großen Fridays 4 Future Demo ein, die in Solidarität mit den globalen Fridays-Gruppen am nächsten internationalen Friday For Future, dem 29.11., stattfinden wird.

In Detmold treffen wir uns um 13:30 auf dem Hasselter Platz und hören zum Auftakt der Demonstration einige Reden, beginnend mit einer Begrüßung und Vorstellung von Lippe 4 Future. Außerdem stellen sich zwei weitere Organisation vor, die für den Klimaschutz eintreten: die Detmolder Rad AG und das Jugend-Klimaparlament Lippe. Zusätzlich wird sich dieses Mal die Landeskirche positionieren. Es freut uns auch sehr, dass der Detmolder Bio-Bauer Ulf Althoff-Cramer uns etwas über das Baumsterben und die Forstwirtschaft erzählen wird.

Abgerundet wird dieses Programm durch diverse Musikbeiträge, zum Beispiel von der Schülerband Curtett, dem Gitarristen Jacob Drescher und Kat Lou an der Harfe.

Nach der Versammlung auf dem Hasselter Platz werden wir uns dann auf einen schönen Rundzug durch Detmold begeben, bringt also gerne Plakate, Pfeifen und andere Demo-Helfer mit! Am Ende versammeln wir uns dann noch einmal auf dem Platz und beenden das Ganze falls gewünscht mit einem heißen Getränk auf der Andreasmesse.

Wir freuen uns über großen Zulauf trotz des kalten Wetters. Für das Klima und für die Zukunft!

Wie der Black Friday den Überkonsum fördert

Black Friday, Cyber Monday und die Vorweihnachtszeit bergen ein tiefes Problem in der Gesellschaft. Das übermäßige Kauf unnötiger Konsumgüter ist das Ergebnis des kapitalistischen Verlangens nach unbehinderten Wachstum. 

Das hat die Art und Weise verändert, dass wir Menschen nicht auf Grund ihrer Kreativität, Kommunikation und ihrem Charakter beurteilen sondern nur noch beschränkt auf ihre Wertgegenstände und Besitztümer. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben sollen aus unseren Köpfen vertrieben werden, damit uns eingeredet werden kann, dass wir mehr Dinge brauchen.

Damit wir eher shoppen gehen, statt zu lernen, durch das Verlangen nach unnötigen Dingen auf Grund von manipulierender Werbung. Die uns glauben lässt, dass wir durch den Kauf erfolgreichere, bessere und bewundernswertere Menschen werden, um das Loch zu füllen, dass durch den verlorenen menschlichen Kontakt entstanden ist. 

Zudem lässt uns die Werbung die ethischen und moralischen Fragen nach Herstellung und Versand vergessen. Nicht nur die Ausbeutung der Arbeiter in den Produktionshäusern in fernen exotischen Ländern, sondern auf die Sklaven-ähnlichen Bedingungen unter denen europäische und amerikanische Arbeiter in Warenhäusern von Milliarden-schweren Versandhäusern arbeiten müssen. Seit Jahren sind diese Arbeitsverhältnisse bekannt und jedes Jahr werden, durch den steigenden Konsum, die Bedingungen unmenschlicher. Diese Online-Shops vergeben Schichten mit 12 oder mehr Stunden und Arbeitsunfälle werden vom Management sehr oft beiseite geschoben und ignoriert. 

Angeblich soll der Black Friday gut sein für Menschen mit geringen Einkommen, aber eigentlich trägt dieser Tag zur Ausbeutung der Arbeiterklasse bei. 

Auch werden um diese Zeit mehrere tausende Lastwagen und mehrere hunderte Güterschiffe als im Vergleich zum restlichen Jahr betrieben. Die Zahlen des Ölverbrauchs und die dazugehörigen Treibhausgase steigen dadurch rapide. 

Diese Struktur ist natürlich schädlich für die Gesundheit von Menschen, der Allgemeinheit und der Umwelt, aber sie ist auf jeden Fall gut um für Firmen wie Apple und Amazon den größten Profit aus dieser Zeit zu holen. Denn Firmen geht es am Black Friday in erster Linie nicht um das Wohlergehen des Geldbeutels der Kunden oder den Zustand der Umwelt. Sondern um höchstmögliche Verkaufszahlen für den größtmöglichen Profit und das Verkaufen von unnötigen Dingen, die wir eigentlich gar nicht haben wollen.

Also: Können wir dem Black Friday entfliehen? An sich Ja, aber man muss bedenken, dass der Black Friday nur ein Symptom einer außerirdischen Kultur ist und nicht die Ursache.

Mit dieser Perspektive gibt es eine Reihe von kurz- und langfristigen Lösungen:

Da gibt es die einfache Möglichkeit weniger zu kaufen, die großen Firmen zu boykottieren, die nachweißlich die Erde zerstören, wie Amazon, Nestle und Unilever, die Mentalität annehmen nachsichtiger mit Dingen umzugehen und die Repair-Kultur wieder aufzunehmen. Also versuchen den übermäßigen Konsum zu vermeiden. Aber unsere Kultur ist sehr fest gestrickt und es wird noch ein sehr langer Weg vor uns liegen. 

Neben den kurzweiligen individuell-basierenden Möglichkeiten muss es mehr Teilnehmer in radikalen, sozialen und politischen Bewegungen geben, die für Gerechtigkeit eintreten und für Veränderung sorgen, wie die Sunrise Bewegung oder Fridays for Future. Nur so können wir langfristige Systemveränderungen erreichen wie die kommunale Bindung von Firmen, so dass diese durch lokales Management und Arbeiter, die regionale Wirtschaft gefördert wird oder tatsächlich wirksame „Climate Action“, die Infrastruktur, Energiebedarf und Arbeit nachhaltig verändern. Denn nicht in den kurzfristigen Profit muss investiert werden sondern in die Menschen und die Allgemeinheit. 

Wir müssen weg von den profit-zentrierten Modellen und hin zu gesunden kulturelle Normen, die die Vorweihnachtszeit zu dem macht, was sie eigentlich sein soll. 

Über uns

Lippe for Future ist ein Netzwerk und ein Forum für Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten aus dem Kreis Lippe.
Wir, das sind: Mitglieder von Fridays for Future, Artists for Future, Parents for Future, Klimaforum Lippe, Lippe im Wandel e.V., NaBu, BUND, von Menschen in jedem Alter und aus verschiedenen Orten Lippes.

Seit dem Februar 2019 engagieren wir uns gemeinsam für Klimagerechtigkeit, Klimaschutz und somit für eine lebenswerte Zukunft in der ganzen Welt.
Zu unseren Unterstützer*Innen gehören Verdi, die Lippische Landeskirche, NABU, Greenpeace, Science for Future, Lippe ökologisch, sowie viele andere Menschen aus Lippe.

Seit dem Frühling 2020 gibt es darüber hinaus eine Zusammenarbeit mit anderen Kreisen und Gemeinden in OWL (Herford, Bielefeld, Gütersloh, Halle etc.).

Lippe for Future ist unabhängig von politischen Parteien und Organisationen und weder Unternehmen noch institutionellen Interessengruppen verpflichtet.

Wir treffen uns regelmäßig (zurzeit online) zu folgenden Inhalten:

  • regionale und globale klimapolitische Themen
  • Planung von Demonstrationen, Mahnwachen, Informationsveranstaltungen
  • Erstellung von Flyern zu aktuellen Themen
  • Formulierung von Erwartungen und Forderungen an die Stadträte und den Kreistag. (Ein Erfolg u. a. unserer Arbeit war der Ausruf des Klimanotstandes für den Kreis Lippe 2019)

Wir wollen nicht mehr nur zusehen und fordern u.a., dass in Lippe:

  • die unnötige weitere Flächenversiegelung für den Straßenbau und neue Industriegebiete ein Ende findet.
  • endlich eine Verkehrswende stattfindet, mit besseren Radwegenetzen und besseren Verbindungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.
  • der Schutz der Wälder und Natur oberste Priorität hat.
  • das Ziel Klimaneutralität bis 2035 in allen Bereichen erfolgt ist. Darüber hinaus fordern wir, dass:
  • die Übereinkommen von Paris von 2015 zur Bekämpfung des Klimawandels endlich umgesetzt werden.
  • mutigere Maßnahmen fur den Klimaschutz und fur die Klimagerechtigkeit in allen Teilbereichen und eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf maximal 1,5° getroffen werden.
  • jede weitere Kohleverstromung beendet wird.
  • der Flugverkehr nicht weiter subventioniert wird.
  • alle Menschen auf dieser Welt eine lebenswerte Zukunft haben und nicht mehr vor den Naturkatastrophen in ihren Ländern fliehen müssen.

Nach unserem Zusammenschluss vor zwei Jahren haben wir immer mehr gemerkt, dass es gut ist, gemeinsam etwas zu bewegen und das auch kleinste Erfolge wichtig sind.

Lippe for Future will aufrütteln und alle mitnehmen, die in Sorge um diesen wundervollen Planeten und seine folgenden Generationen sind.

Uns tut es gut zu wissen, dass wir mit unserem Wunsch und Bedürfnis nach Änderungen der Klimapolitik nicht allein sind.Wir sind einfach Bürgerinnen und Bürger dieser Region: dem Lipperland.

Wenn du also Lust hast bei uns dabei zu sein, folge uns auf Social Media oder schreib uns eine Nachricht und erhalte weitere Informationen.